Winterzeit

bei den naturindianern …

Heute, am 1. Dezember ist der meteorologische Winteranfang.
Schon seit einiger Zeit merken wir es:
Die Tage werden kürzer, es wird früher dunkel und es wird spürbar kälter.

Nachdem wir in erster Linie im Freien gastieren, haben wir nun unsere Zeiten vor Ort ein wenig verändert und nach vorne verlegt …

Warum ich das überhaupt hier schreibe?

Weil ich beim Versuch, die Wochentage auf unserem Wochenplan in verschiedenen Sprachen zu notieren, auf etwas sehr Verblüffendes gestossen bin.
Nämlich die Namen der Wochentage.

In einigen Sprachen werden sie sozusagen durchgezählt, wobei in der Regel

  1. Sonntag der 1. Tag der Woche ist. (In Deutschland bis Ende 1975.)
  2. Montag dementsprechend dann „der Zweite“.
  3. Dienstag „der Dritte“.
  4. Mittwoch „der Vierte“ oder teilweise auch „die Mitte“.
  5. Donnerstag „der Fünfte“.
  6. … usw.

In anderen Sprachen sind die Wochentage an die Namen der babylonischen Woche angelehnt, wie sie die Römer und Griechen übernommen haben:

  1. Der erste Tag galt als Tag der Sonne (dt. Sonntag, engl. Sunday, lat. dies solis). Die franz. Bez. dimanche, die italien. Bez. domenica und die span. Bez. domingo (= Tag des Herrn) gehen auf christlichen Einfluss zurück
  2. Der zweite Tag galt als Tag des Mondes (dt. Montag, engl. Monday, lat. dies lunae, franz. lundi, italien. lunedì, span. lunes).
  3. Der dritte Tag galt als Tag des Mars (lat. dies martis, franz. mardi, italien. martedì, span. martes), dessen Gott dem germanischen Gott Tyr oder Ziu entspricht, woher sich dt. Dienstag und engl. Tuesday ableiten.
  4. Der vierte Tag galt als Tag des Merkur (lat. dies Mercuri, franz. mercredi, italien. mercoledì, span. miércoles), dessen Gott dem germanischen Gott Wodan (Odin) gleichgesetzt wurde, woraus sich engl. Wednesday ableitet, die dt. Bezeichnung Mittwoch geht auf christlichen Einfluss zurück.
  5. Der fünfte Tag galt als Tag des Jupiter (lat. dies Iovis, franz. jeudi, italien. giovedì, span. jueves), dessen Gott mit dem germanischen Gott Donar (Thor) gleichgesetzt wurde, woraus sich dt. Donnerstag und engl. Thursday ableiten.
  6. Der sechste Tag galt als Tag der Venus (lat. dies veneris, franz. vendredi, italien. venerdì, span. viernes), die mit der germanischen Göttin Frija (Frigg, nicht zu verwechseln mit Freyja) gleichgesetzt wurde, woraus sich engl. Friday und dt. Freitag ableiten.
  7. Der siebte Tag galt als Tag des Saturn (lat. dies Saturni, engl. Saturday), die Bezeichnungen dt. Samstag, franz. samedi, italien. sabato und span. sábado gehen auf den jüdischen Sabbat zurück, die norddt. Bezeichnung Sonnabend bezieht sich auf die zeitliche Lage vor dem Sonntag.

goetter-wochentage-so-sa

Und beide Bezeichnungs- bzw. Zählweisen sind alle irgendwie wieder untereinander miteinander verknüpft.

Und warum ich das jetzt wiederum alles hier (von wikipedia ab-)geschrieben habe?

Weil es so spannend ist!!!

Wie ähnlich sich die scheinbar unterschiedlichsten Kulturen dann in den alltäglichen Dingen, in ihrer Vorstellungswelt, in ihren Werten doch wieder sind …

Ein interessantes Thema.
Müssen wir gleich den Kindern erzählen. Und mit ihnen besprechen.

Näheres findest Du hier:
de.wikipedia.org/wiki/Wochentag

Und wen das jetzt noch interessiert:

Winteranfang:

  • meteorologisch: 1. Dezember
  • astronomisch bzw. kalendarisch: 22. Dezember (in Schaltjahren 21.12.)
  • phänologisch: lokal unterschiedlich, je nach Eintritt verschiedener Naturereignisse

Wer darüber mehr wissen will, wird z.B. hier fündig:
de.wikipedia.org/wiki/Jahreszeit.

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